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Johannes Petersen, Praktikumsbericht

Praktikum: 01.06.2019-30.09.2019

Gegen Ende meines Bachelors in Philosophie richtete sich mein Interesse mehr und mehr auf die praktischen Anwendungsfelder der Philosophie und so wurde ich auf das Konzept der Philosophischen Praxis aufmerksam.

Ohne eine genaue Vorstellung von der Arbeit einer Philosophischen Praktikerin zu haben, bemühte ich mich um ein Praktikum, welches mir von Frau Abram ermöglicht wurde. Neugierig war ich vor allem auf die beratende Tätigkeit in Einzelgesprächen, doch ist es kaum möglich diese Arbeit authentisch zu beobachten, da die Beobachtung durch eine fremde Person die hierfür notwendige Atmosphäre bereits beeinflusst. Vor diese Schwierigkeit gestellt, entschieden wir uns auf Frau Abrams Idee hin für eine andere Form des Praktikums. Ich erhielt Literatur zu "Sokratischer Gesprächsführung" (einer bestimmten Form der problemorientierten und zielgerichteten Beratung oder Therapie) und arbeitete diese eigenständig durch. Zweck dieser Lektüre war es, mich auf Beratungsgespräche vorzubereiten, welche ich in der beratenden Rolle, also der des Philosophischen Praktikers, führen sollte. Hierfür akquirierte ich Freunde, welche willig waren, hierbei in die Rolle des Klienten zu schlüpfen. Von Frau Abram wurde ich im Vorhinein dieser Gespräche und zwischen einzelnen Gesprächen intensiv unterstützt. In mehreren langen Gesprächen sprachen wir über meine Erfolge aber auch über die Herausforderungen, die ich während meiner "Sitzungen" hatte und vor allem, wie sich diese in der nächsten Sitzung am besten adressieren ließen. Ich konnte während des Praktikums eigenständig arbeiten und sehr viel aktiv erleben und habe somit nicht nur einen guten Eindruck von der Arbeit in einer Philosophischen Praxis bekommen, sondern konnte mich auch selbst in der Rolle des Philosophischen Praktikers ausprobieren. Gerade diese reiche Eigenerfahrung machte das Praktikum für mich so interessant, da ich besser als durch bloße Beobachtung erfahren konnte, ob dieses Berufsfeld für mich von Interesse ist. Die professionelle Betreuung durch Frau Abram gewährte, dass diese Eigenerfahrung in den richtigen Bahnen verlief und durch wiederholte Beratung an den richtigen Stellen verbessert werden konnte.

Mein längerfristiges Ziel ist die Arbeit als Psychotherapeut, doch habe ich aufgrund der Nähe von Philosophie und Psychotherapie viel von diesem Praktikum profitiert und wurde dazu angeregt, mich mit den Schnittpunkten dieser beiden Disziplinen näher zu befassen.

Literatur:
Stavemann, Harlich H., Sokratische Gesprächsführung in Therapie und Beratung: Eine Anleitung für Psychotherapeuten, Berater und Seelsorger, Beltz PVU, 20072.

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