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Systemisches Coaching

Opferrolle und Opfer sein

Was ist der Unterschied? Wer das Opfer spielt, ist es nicht wirklich, und wer das Opfer ist, hat tatsächlich Leid und Schmerz erfahren? Die Unterscheidung ist nicht so einfach.
Manche Klient*innen müssen sich erst als Opfer erkennen. Ihnen wurde Leid angetan und trotzdem suchen sie die Schuld bei sich. Gerade in manipulativen und toxischen Beziehungskonstellationen kommt es häufig zu einer Täter-Opfer-Verwirrung: Das eigentliche Opfer ist der Überzeugung, an allem Schuld zu haben, während der Aggressor, Narzisst oder Psychopath meisterhaft die Opferrolle zu spielen weiß.

Sobald sich jemand als Opfer erkannt hat, ist es nicht ungewöhnlich, dass eine Welle der Wut über ihn oder sie hereinbricht. Dies wird als sehr unangenehm erfahren, ist aber eine essenzielle Phase im Heilungsprozess. Die Wut ist eine großartige Kraft, die uns hilft, das eigene Leben und die toxischen Beziehungen endlich zu verändern. Dabei gibt es jedoch zwei Fallen:

  1. Wichtig ist dabei, dass man nicht in Aggressionen – also psychische und physische Attacken anderen gegenüber – verfällt, weil man dabei selbst zum Täter wird.
  2. Genauso wichtig ist es, dass man nicht in die Opferrolle hineinrutscht, und hier wird es kompliziert…

Die Opferrolle basiert oft in seinem Ursprung auf tatsächlich erfahrenem Leid, das nie heilen durfte. Vielleicht wurde eine Frau als Kleinkind häufig allein gelassen und hat nur durch Weinen Aufmerksamkeit erhalten. Als Erwachsene führt sie diese Methode noch immer aus: Will sie Aufmerksamkeit von ihrem Partner, verfällt sie ins Jammern und aktiviert seine Hilfsbereitschaft. Es gibt hunderte von anderen möglichen Ursachen und Lebensgeschichten, weshalb jemand das Spielen der Opferrolle bewusst oder unbewusst als eine sinnvolle Strategie erlebt, um die gewünschte Aufmerksamkeit, Liebe und Fürsorge zu erhalten. Diese Strategie hat allerdings viele Schattenseiten.

Menschen, die in der Opferrolle gefangen sind,

  • jammern übermäßig
  • sind häufig pessimistisch und fokussieren auf Probleme anstatt auf Lösungen
  • wollen oft gar keine Lösungen, weil sie sonst mit dem gelösten Problem ihr Mittel, um Aufmerksamkeit zu erhalten, verlieren
  • haben keine hoffnungsvollen Lebensvisionen und sind unwillig etwas zu verändern
  • verbreiten eine miese Stimmung
  • bitten ständig um Hilfe und reden Dir Schuldgefühle ein, wenn Du Ihnen nicht hilfst
  • machen sich von anderen abhängig, weil nur die anderen ihnen die gewünschte Aufmerksamkeit, Liebe und Fürsorge geben können: Sie können sich selbst nicht lieben und versorgen.
  • rauben anderen Menschen deren Lebensenergie
  • sind nicht eigenverantwortlich, sehen die Schuld immer nur bei den anderen oder werten diese sogar als böse Täter ab
  • etc.

Wenn wir ehrlich sind, verfallen wir alle mal in die Opferrolle. Wer aber gesunde Beziehungen zu sich und anderen haben möchte, muss der Wahrheit ins Gesicht sehen. Dabei hilft es beispielsweise das ursprüngliche Leid aufzuspüren, es zu bennenen und alles daran zu setzen, um den Heilungsprozess in Gang zu bringen. Doch wer in der Opferrolle hängen bleibt, der schadet sich und anderen langfristig, da es die Beziehungen vergiftet und man dabei sogar vereinsamen kann. Auch Konflikte und Streit sind dann häufig der Fall.
Es gibt noch ein weiteres Phänomen, weshalb die Opferrolle schädlich ist: Du bist dann nämlich Dein eigener Täter. Wenn Du in der Opferrolle hängst, spielst Du das erfahrene Leid oft in Deiner Seele wiederholt durch. Vielleicht wurdest Du vom Vater oft beleidigt? Dein Vater wertet Dich aber in der Gegenwart nicht mehr ab und trotzdem erlebst Du diese Abwertung wie einen Kinofilm in Deiner Erinnerung immer wieder. So hart dies auch klingen mag: Die eigentliche Gefahr ist faktisch nicht mehr da; Du wirst zu Deinem eigenen Täter, indem Du selbst in Deiner Seele diese destruktiven Abwertungen ständig wiederholst. Dann wird es Zeit, Dich in vollem Umfang als Opfer zu erkennen und den Heilungsprozess mit Eigenverantwortung zu beginnen, um diese destruktive innere Schallplatte nicht mehr abzuspielen.

Die Befreiung aus einer Opferrolle führt über den Blick in den Spiegel: durch das Betrachten des eigenen Leides - nicht um Aufmerksamkeit zu erhalten, sondern um zu heilen und in die Selbstliebe zu kommen. Wer in der Opferrolle hängen bleibt, ist nicht in sich verankert. Wer die Verantwortung für die eigene Biographie übernimmt, kann heilen und sich in sich verankern. Durch die innere Verankerung findet man Selbstvertrauen und ist stark im Umgang mit den Widerspenstigkeiten des Lebens.

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